TREPPAUF – FISCHAUFSTIEGE
Vor 500 Jahren begannen die Menschen in Wernigerode, die Kraft des Wassers zu nutzen. Es gab Wassermühlen, um Wollstoffe zu walken, Öl zu pressen, Schwarzpulver für den Bergbau herzustellen, Mehl oder Gewürze zu mahlen und andere mehr. Was dem Menschen angenehm war, wurde für die Harzer Bachforellen aber sehr unangenehm: Wehre wurden in die Flüsse gebaut, um das Wasser für die Wassermühlen anzustauen. Diese waren unüberwindbar für Bachforellen auf dem Weg in die oberhalb gelegenen Laichgebiete. » Augen auf! « heißt es auf den Wissenstafeln, die wir entlang des WasserWeges aufgestellt haben. Hier findet Ihr Rätsel und Suchaufgaben, deren Lösung mal leicht, mal schwerer zu finden ist. Wichtig aber ist, dass es Spaß macht, sich mit diesem spannenden Weg zu beschäftigen und neugierig zu sein. Also: Augen auf! Auf dem WasserWeg »Stromaufwärts« sehen wir unterschiedlichste Ausführungen, wie ein Fischhindernis überwunden werden kann. Staustufen wurden rückgebaut in Sohlgleiten. Oder mit einem Fischaufstieg ergänzt, wie z. B. einem Rauhgerinne-Beckenpass oder Mäanderfischaufstieg. Entdeckt Ihr diese am WasserWeg »Stromaufwärts«?
ALLES F(R)ISCH?
Jedes Jahr zieht Wernigerodes Wappentier in den hiesigen Flüssen stromaufwärts zum Laichen. Instinktiv legt die Bachforelle ihre Eier in den klaren, frischen Oberläufen ab. Doch was, wenn der Weg verbaut ist? Wehre mit Staustufen behinderten jahrhundertelang den Zug der Fische. In Wernigerode wurden 23 dieser Hindernisse umgestaltet, so dass die Bachforellen wieder die Laichgebiete erreichen. Nun gehört Wernigerode zu den fischfreundlichsten Städten Deutschlands! Auf dem »WasserWeg Stromaufwärts« kannst Du die Spuren dieser Geschichte entdecken …