Wasserdoktoren im Einsatz
Wenn wir krank sind, gehen wir zum Arzt. Aber auch Flüssen kann es sehr schlecht gehen. Als kleine Wasserforscher werden wir zu Doktoren und untersuchen, ob die Holtemme und der Zillierbach gesund sind. Zuerst werfen wir einen Blick in das Wasser. Können wir das Bachbett sehen oder schauen wir nur auf dunkle Wellen? Stinkendes Wasser lässt nicht nur uns die Nase rümpfen, auch Tiere und Pflanzen mögen es lieber sauber. Gemeinsam finden wir heraus, wie wir unseren Fließgewässern helfen können, wenn es ihnen mal nicht so gut geht.
Mit Tieren sprechen
Natürlich können wir nicht richtig mit den Tieren reden, aber wenn wir aufmerksam sind, können sie uns trotzdem etwas sagen. Viele Wassertiere kommen nur dort vor, wo es keine Verschmutzungen im Fluss gibt. Die Larven von Steinfliegen und Eintagsfliegen zum Beispiel können sich nur in klarem Wasser entwickeln. Sie müssen jedoch auf der Hut sein! Denn auch die Bachforelle, die solche Larven gern verspeist, ist auch am liebsten im sauberen Wasser unterwegs auf Nahrungssuche. Finden wir in unseren Flüssen aber nur Schlammröhrenwürmer und die Larven von Zuckmücken, sagen sie uns deutlich, dass das Wasser schmutzig ist.
Eine Pflanze, die in Flammen steht?
Oft sehen wir am Ufer viele große Pflanzen, die beinahe über unsere Köpfe ragen. Wir kennen sie gut: die Brennnessel! Brennen tut sie natürlich nicht mit Feuer. Aber wenn wir sie berühren, spüren wir auf unserer Haut schnell einen unangenehmen Schmerz. Obwohl wir es nicht sehen können, ist die Brennnessel von oben bis unten stark bewaffnet. Sie besitzt ein Fell, das wir nicht streicheln sollten! Überall auf ihren Blättern sitzen winzig kleine Brennhaare, die hart sind wie Glas. Wollen wir die Brennnessel anfassen, brechen diese Brennhaare ab und stechen uns. Doch vielleicht gibt es einen kleinen Zaubertrick, wie uns die Brennnessel kaum etwas anhaben kann…
Bäume stellen sich vor
Jeder Mensch sieht anders aus, das ist klar. Aber wie ist das bei Bäumen? Auch sie sind genauso einzigartig und unterschiedlich wie wir. Manche sind riesig oder sehr alt und schon etwas faltig, andere sind noch ganz klein und unscheinbar, verstecken aber oft so manche Überraschungen oder Kostbarkeiten. Wenn wir die rissige Rinde einer dicken Eiche berühren, fühlt sich das ganz anders an als wenn wir die glatte, graue Borke einer Buche streicheln. Im Herbst tanzen die hübschen roten Blätter des Ahorns im kühlen Wind, der auch unsere Nasen erröten lässt. Sind wir am Ufer der Flüsse unterwegs, stehen dort oft die Erlen mit ihren Wurzeln im Wasser und schenken uns ihre kleinen Erlenzapfen, die sich prima zum Basteln verwenden lassen.